In Uebigau-Wahrenbrück wird's "ausgezeichnet" warm

Für die Stadt Uebigau-Wahrenbrück ist eine nachhaltige und wirtschaftliche Versorgung der eigenen Gebäude eine wichtige Aufgabe mit Blick auf Kosten und Klimaschutz. Zudem ist die Innovations- und Vorbildwirkung wichtig: "Die Kommune muss wirtschaftlich mit ihren Ressourcen gut haushalten und gleichzeitig innovativ vorangehen, um aufzuzeigen, dass sich neue Wege durchaus lohnen", sagt Bürgermeister Andreas Claus.

Alle erdgasversorgten eigenen Liegenschaften im Stadtgebiet werden deshalb seit Jahresbeginn kostengünstig und regional mit Erdgas der Stadtwerke Finsterwalde versorgt, das zudem mit dem Zertifikat "ÖkoPlus" versehen ist und damit klimaneutral sein soll. Die Klimaneutralstellung erfolge über ein speziell zertifiziertes ÖkoPlus-Projekt. Durch dieses entstehe ein hoher sozialer, ökologischer und ökonomischer Nutzen, erläutert Andy Hoffmann, Geschäftsführer der Stadtwerke Finsterwalde, der in dieser Woche der Stadt die Zertifizierung überreichte. Uebigau-Wahrenbrück ist damit die erste Kommune im Landkreis, die ein derartiges klimaneutrales Handeln zertifiziert bekommen hat.

Darüber hinaus spart sie zusätzlich deutlich an Kosten ein und entlastet damit den städtischen Haushalt. "Durch eine Analyse der Verbrauchsstellen, das Management der Heizungssysteme, erste Effizienzmaßnahmen und eine optimierte Beschaffung sparen wir über 13 000 Euro je Jahr ein", rechnet Daniel Willeke, Klimaschutzmanager der Stadt, vor. Damit sei die Energie jetzt sowohl grün als auch rund 40 Prozent günstiger geworden. Und man weiß in Uebigau-Wahrenbrück: In einer Flächenkommune mit 21 Ortsteilen und einer Vielzahl an unterschiedlichen Gebäuden ist das Klima- und Gebäudemanagement eine lohnende Aufgabe mit weiterem Potential.


Quelle: Lausitzer Rundschau / Herzberg (04.04.2017)

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