"Es ist jeder eingeladen, der sich dem Thema stellen will"

Am heutigen Montag wird von 17 bis 20.30 Uhr nach Domsdorf in die Brikettfabrik "Louise" zur 1. Regionalen Ideen- und Kooperationsbörse zur Klimanapassung eingeladen. Die Rundschau kam vorab mit Mitorganisator Daniel Willeke, Klimaschutzmanager der Stadt Uebigau-Wahrenbrück, ins Gespräch.

Mit wie vielen Gästen rechnen Sie?
Daniel Willeke: Nach Stand der Rückmeldungen und Vorgespräche gehe ich davon aus, dass 50 bis 60 Gäste die Börse besuchen werden.

Wo kommen die her? Was ist das für ein Personenkreis?
Daniel Willeke: Da Klimawandel und Klimafolgenanpassung jeden betreffen, ist die Zusammensetzung der Teilnehmer sehr bunt gemischt. Wir werden Gäste aus den Bereichen Wirtschaft, Verbände/Vereine, Wissenschaft, Verwaltung haben, aber auch interessierten Bürger/innen stoßen dazu. Grundsätzlich ist jeder eingeladen, der sich dem Thema stellen will.

Erste Biete/Suche-Meldungen für mögliche Kooperationen liegen vor. Sind sie damit schon zufrieden?
Daniel Willeke: Wir freuen uns, dass wir bereits im Vorfeld der Veranstaltung 15 Angebote oder Gesuche haben. Das zeigt, dass sich viele Menschen bereits Gedanken zum Thema Klimawandel gemacht haben und diese mit Partnern umsetzen möchten. Auf der Veranstaltung wird zudem Zeit und Raum sein, weitere Projekte und Kooperationen zu erarbeiten und Partner dafür zu finden. Wir gehen davon aus, dass am Ende der Veranstaltung noch eine Vielzahl weiterer Kooperationsprojekte zusammenkommen.

Wie wird die Börse ablaufen?
Daniel Willeke: Der Ablauf ist dreigeteilt. Zum Einstieg in das Thema wird es zwei kurze Vorträge geben. Zum einen vom Umweltbundesamt über die globalen und nationalen Auswirkungen des Klimawandels und die Folgen. Zum anderen wird der zweite Vortrag durch Sabine Falk und mich die zurückliegenden und zukünftigen regionalen Auswirkungen des Klimawandels aufzeigen - dies bereits interaktiver unter Einbeziehung der Gäste.

Im zweiten Teil der Veranstaltung können sich die Teilnehmer an Thementischen zu unterschiedlichen Bereichen (z.B. Bildung und Sensibilisierung, Gesundheit und Bevölkerungsschutz, Land- und Forstwirtschaft) austauschen und gemeinsam erarbeiten, wie sich der Klimawandel in dem Themenbereich bereits abzeichnet, welche Anpassungsmaßnahmen hier möglich sind und an welchen Maßnahmen/Kooperationsprojekten sie selbst Interesse haben aktiv mitzuwirken. Es wird ein Wechsel der Thementische alle 20 Minuten geben, sodass jeder Teilnehmer die Möglichkeit hat, an unterschiedlichen Tischen bzw. unterschiedlichen Themen zu arbeiten. Diese Thementische werden durch uns moderiert und geleitet.

Der dritte Teil der Veranstaltung ist der Marktplatz. Hier werden die entstandenen Kooperationsprojekte und Partner vorgestellt, weitere Partner können gewonnen werden. Jeder Teilnehmer kann die Ergebnisse der Thementische besichtigen und weitere, neue Kooperationen können entstehen. Alle Projekte sollen sich an einem Zeitstrahl einsortieren, wann sie ungefähr planen das Kooperationsprojekt umzusetzen.

Wie geht es danach weiter?
Daniel Willeke: Anhand dieses Zeitstrahls wollen wir über den Zeitraum von etwa einem Jahr die Projekte begleiten, bei der Umsetzung unterstützen und diese in den Medien kommunizieren. Das Thema Klimawandel/Anpassung soll somit mindestens über ein Jahr regelmäßig präsent sein und aufzeigen, welchen vielfältigen Möglichkeiten es gibt, welche unterschiedlichen Partner sich damit beschäftigen und wie mit den Herausforderungen umgegangen werden kann bzw. wie die Verwundbarkeit verringert und somit auch Folgekosten durch Wetterextreme vermieden werden können.

Es fragte Sylvia Kunze.


Quelle: Lausitzer Rundschau / Elsterwerda (27.03.2017)

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