Kontaktaufnahme mit elektrischer Mobilität - Dampftag mal anders: Bei der Erneuerbare-Energien-Messe in Domsdorf geht es um Dampf und Strom

Gebäudesanierung, Fotovoltaik und natürlich Elektroautos – die Domsdorfer Louise stand zur Messe nicht nur unter Dampf, sondern unter Strom. Häufig gestellte Fragen der Besucher: Wie weit komme ich mit einem Elektroauto? Wie lange muss es aufgeladen werden? Die "Louise" stand am Sonntag pünktlich zum "Tag des Bergmannes" nicht nur unter Dampf, sondern auch sprichwörtlich unter Strom. Denn in Verbindung mit der "7. Erneuerbare–Energien-Messe" lag der Fokus beim traditionellen Dampftag speziell auf den praktischen Nutzungsmöglichkeiten regenerativer Energien. Ein wesentlicher Bestandteil dessen konzentrierte sich auf elektrisch betriebene Mobilität.

Alt und neu im Einklang Bürgermeister Andreas Claus (parteilos) beschwor in der Begrüßung die Verbindung zwischen alter und neuer Technologie: "Wenn man in die Zukunft geht, dann muss man aber auch wissen, wo man herkommt." Sprich: Die Geschichte bewahren, aber den Schritt hin zu Neuem wagen. Er machte abseits deutlich, dass bereits ein großer Teil des regional verbrauchten Stromes aus regenerativen Energien gewonnen würde. Auch sein Amtskollege Herold Quick (parteilos) aus Falkenberg, der als Vertreter der Kurstadtregion den Weg nach Domsdorf gefunden hatte, bestätigt das. "Die Wertschöpfung ist bereits da", meinte er. "Wofür jetzt gesorgt werden muss, ist, dass es auch beim Bürger ankommt". Dafür sei allerdings die "große Politik" gefragt, um die entsprechenden Rahmenbedingungen zu setzen.

Das Angebot der Messe zeigte sich breit gefächert. Neben den bekannten Führungen durch die Fabrik selbst gab es ein Vielzahl von Informationen rund um das Thema "Erneuerbare Energien". Auffällig dabei war der Bezug auf den jeweils individuellen Nutzen. Gerade das Thema Elektroautos fand
großen Anklang. Egal ob es Wagen von Renault, Tesla oder BMW waren. Thomas Lehmann vom gleichnamigen Autohaus, fasste zusammen, was die meisten Besucher interessierte: "In der Regel möchten die Leute wissen, wie groß ist der Aktionsradius und wie lange die Ladezeit dauert."

Fragen, die auch Dietmar Knape, mit einem Tesla-Modell SP 85 vor Ort, am häufigsten hört. Lehmann indes sieht das Fahren eines Elektroautos zum Teil als eine Form von Philosophie. "Man muss sich auf so ein Auto einlassen." Auch wenn es noch keinen "Run" auf Elektrofahrzeuge gibt, so sei doch die Nachfrage in der letzten Zeit etwas gestiegen. Neben der Fortbewegung waren auch individuelle Möglichkeiten, regenerative Energien etwa im eigenen Haus zu nutzen, Bestandteil der Messe – von der Gebäudesanierung bis hin zu Fotovoltaik-Modellen.

Volksfeststimmung
Rund um den Kern der Veranstaltung herrschte unterdessen ein bisschen Volksfeststimmung. Musikalisch untermalt, unter anderem von der Sängervereinigung Concordia Domsdorf–Tröbitz 1899, dem Bergmannschor, oder den "Weberknechten" der Kreismusikschule Gebrüder Graun, fanden sich Betätigungsmöglichkeiten für kleine und große Besucher. Ob schon die Experimente und die Mitmachküche der Schülerakademie, Fahrten mit der Grubenbahn oder die Ausstellung in der Kraftwerkshalle. Neben einem historischen Abriss der Firma Reiss waren hier auch unter anderem die Ergebnisse des Malwettbewerbes der Stadt Uebigau Wahrenbrück zu sehen. Kitas, Grundschulen und Horte hatten sich unter dem Thema "Meine Heimat, wenn ich groß bin" daran beteiligt. Die Sieger wurden vor Ort mit einer kleinen Geldspende prämiert, auch wenn, so Moderator Daniel Willeke,
"eigentlich jeder einen Preis verdient habe".


Quelle: Lausitzer Rundschau / Elsterwerda (05.07.2016)

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